Viele Personen gehen nicht ihrem Traumjob nach, sondern üben einen Beruf aus, für den sie eigentlich gar nicht brennen.

Nach einer jahrelangen Ausbildung oder einem teuren Studium fühlt man sich vielleicht dazu genötigt, es zunächst einmal in der einst anvisierten Branche zu versuchen. Ansonsten wären ja die Mühen umsonst und die Zeit der Ausbildung bzw. des Studiums verschwendet gewesen.

Wer aber dauerhaft nicht glücklich wird in seinem Job, muss irgendwann die Reißleine ziehen. Das Wort Beruf kommt schließlich von Berufung – und diese findet man vielleicht noch nicht in jungen Jahren, sondern erst nach einiger Zeit. Weil eine weitere Ausbildung oder ein Studium zu diesem Zeitpunkt oft kaum mehr eingeschoben werden kann, versucht es manch einer als Quereinsteiger.

Was ist eigentlich ein Quereinsteiger?

Ein Quereinsteiger ist eine Person, die in einem Beruf tätig sein möchte, für den sie nicht die typischen Qualifikationen (z.B. Ausbildung oder Studium) vorweisen kann. Die Person ist also fachfremd, aber allerdings häufig sehr motiviert.

Die berufliche Neuorientierung ist eine schwierige Entscheidung. Eine solche Entscheidung trifft man (besser) nicht von heute auf morgen. Es gibt viele Gründe, die einen zum potentiellen Quereinsteiger machen können:

  • ich hasse meinen Job
  • langweilige und wenig erfüllende Tätigkeit
  • Stress und schlechte Stimmung bei der Arbeit
  • zu geringe Bezahlung und mangelhafte Wertschätzung

Bevor man zum Quereinsteiger wird, sollte man seine eigene Situation kritisch reflektieren und sich fragen, was einen in der aktuellen Lage eigentlich so unzufrieden sein lässt.

Weißt Du es? Liegt das Problem in der Branche an sich oder ist nur das Unternehmen oder vielleicht sogar nur die Abteilung an der schlechten Laune schuld?

Möglichkeiten zum Quereinstieg bieten sich nicht nur Personen, die einen radikalen Cut vornehmen. Teilweise ist dies sogar – in begrenztem Maße – im bisherigen Unternehmen möglich. In vielen Firmen wird das Konzept der Jobrotation ohnehin aktiv gelebt, sodass die Aufgabenfelder sich immer mal wieder ändern können.

Stelle dir außerdem einmal vor, du würdest bisher in der Buchhaltung eines großen Unternehmens arbeiten, weißt aber, dass du lieber etwas mit Kindern gemacht hättest. Wenn sich deine Firma jetzt dazu entscheidet, eine Kinderbetreuung für die Mitarbeiter anzubieten, könntest du dich dafür anbieten.

So verlierst du nicht den Bezug zu deinem Arbeitgeber, kannst aber vielleicht einen Teil deiner Arbeitszeit eintauschen, um festzustellen, ob dir der Job mit Kindern wirklich Freude bereitet. Ganz so einfach geht es in den meisten Fällen natürlich leider nicht. Aber es ist ratsam, die Augen immer für solche Chancen offen zu halten.

Eine Chance in Zeiten des Fachkräftemangels

In der heutigen Zeit gibt es in vielen Branchen einen akuten Fachkräftemangel, der Quereinsteigern natürlich in die Karten spielt. Viele Jobs können nicht mit Kandidaten gemäß des Anforderungsprofils besetzt werden, weil der Markt schlichtweg geräumt ist.

Dieses Szenario betrifft verschiedene Branchen. Besonders betroffen sind allerdings Berufe und Branchen auf die eine der folgenden Eigenschaften zutrifft:

  • Neue Berufe und Branchen mit wenig spezialisiertem Ausbildungs- und Studienangebot (betrifft u.a. viele IT-Berufe)
  • Berufe und Branchen, die wenig Karrierechancen bieten (z.B. Fahrlehrer)
  • Berufe und Branchen mit als zu gering wahrgenommener Entlohnung (z.B. Altenpflege)

In solchen Branchen ist in der Regel ein Quereinstieg sehr gut möglich, wenn man gewisse Eigenschaften und Fähigkeiten mitbringt:

  • Ein angehender IT-Spezialist muss (noch) keine Qualifikationen vorweisen, aber er sollte sich z.B. bereits eine Programmiersprache selbst beigebracht haben oder aus eigenem Interesse ein tiefes Verständnis für verschiedene Bereiche der IT erlangt haben
  • Ein angehender Fahrlehrer sollte ein routinierter Autofahrer sein, der vielleicht schon oft für seine einfühlsame Art und seine Kommunikationsfähigkeit gelobt wurde
  • Ein angehender Altenpfleger muss Empathie beweisen und muss sich von der intrinsischen Motivation leiten lassen, die mit diesem Beruf verbunden sein sollte

Es gilt also, dass Unternehmen, die in Branchen mit Fachkräftemangel anzusiedeln sind, keine absoluten Amateure suchen. Stattdessen geht es darum, Quereinsteiger zu einem Wechsel zu motivieren, sofern diese bereits auf anderen Wegen ihre Qualifikationen erlangt haben. Allgemein dürften die Chancen für Quereinsteiger in der kommenden Zeit so gut wie nie zuvor sein.

Die „New Work“-Mentalität sorgt dafür, dass bestehende Grundsätze in der Arbeitswelt aufgebrochen werden. Dazu zählt auch, dass das Anforderungsprofil vieler Berufe gelockert wird.

Auf diese Weise erhoffen sich Unternehmen, attraktive Kandidaten zu finden, die bisher unter dem Radar fliegen. Das verbessert die Möglichkeiten für Quereinsteiger!

Im englischsprachigen Raum ist das sogenannte „training on the job“ – also gewissermaßen die Berufsausbildung am Arbeitsplatz schon weit verbreitet. Auch hierzulade wird diese Form der Weiterbildung immer häufiger eingesetzt, da sich einige Branchen schneller verändern als sich das Ausbildungs- und Studienangebot anpassen kann.

Gehalt von Quereinsteigern? Mehr als gedacht!

Die Höhe des Gehalts von Quereinsteigern hängt natürlich davon ab, um welchen Job es sich handelt. Aufgrund der mangelnden Erfahrung müssen sich Quereinsteiger zunächst oft auf kleinere Abstriche (ca. 10 Prozent) einstellen. Diese können aber mit der Zeit aufgeholt werden.

Das Gehalt ist natürlich ein wichtiger Aspekt, der die Attraktivität eines Jobs zu großen Teilen mitbestimmt. Allerdings sollte es für Quereinsteiger zunächst einmal nicht um die Maximierung des Einkommens gehen.

Stattdessen sollte das Ziel sein, einem Beruf nachzugehen, der einen wieder erfüllt und motiviert.

Trotzdem gibt es viele Berufsfelder, in denen man auch als Quereinsteiger sehr ordentlich verdienen kann. Besonders attraktiv sind z.B. Berufe im Sales-Bereich, die häufig auch mit einer Provisionszahlung verknüpft sind und somit einen zusätzlichen, monetären Anreiz schaffen.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick darüber, in welchen beispielhaft ausgewählten Berufen als Quereinsteiger wie viel verdient werden kann.

Berufsbezeichnung realistisches Monatsgehalt Chancen für den Quereinstieg
Erzieher(in) ab 2.500€ sehr gut, großer Bedarf
Unternehmer(in) offen stark von der Branche, dem eigenen Netzwerk, unternehmerischen Fähigkeiten etc. abhängig
Politiker(in) ab 3.000€ setzt eine gute Vernetzung und bereits politische Aktivität in der Vergangenheit voraus
Immobilienmakler(in) ab 2.500€ Qualifikationen können schnell erworben werden
Texter(in) ab 2.500€ wer gut schreiben kann, hat hier exzellente Aussichten auf gute Verdienste
Lehrer(in) ab 2.900€ gut, kommt aber auf die bisherigen Qualifikationen an
Pfleger(in) ab 2.000€ sehr gut, großer Bedarf
Coach / Berater(in) offen stark von der Branche, dem eigenen Netzwerk, unternehmerischen Fähigkeiten etc. abhängig
Fachinformatiker(in) ab 2.100€ großer Bedarf, Gehalt kann sich bei Nachweis der Qualifikationen schnell deutlich steigern
IT-Experte ab 4.000€ der nächste Schritt auf der Karriereleiter für Informatiker, Praxiswissen ist Voraussetzung für Quereinsteiger
Network Marketer offen bedarf eines großen Netzwerks & exzellenter Kommunikationsfähigkeit
Verkäufer(in) ab 1.500€ im Einzelhandel sehr gut (aber geringe Verdienstchancen), als Sales Mitarbeiter bessere Möglichkeiten, oft provisionsbasiert
Animateur(in) ab 1.500€ sehr gut, setzt Reisebereitschaft voraus
Reiseleiter(in) ab 1.900€ gut, setzt Reisebereitschaft voraus
Kellner(in) ab 1.500€ sehr gut, auch zunächst als Nebenjob denkbar
Bauarbeiter(in) ab 2.900€ sehr gut, körperlich gute Verfassung vorausgesetzt
Fahrlehrer(in) ab 2.500€ gut, da einfache und schnelle Ausbildung möglich

Darüber hinaus ist zu beobachten, dass das Gehalt von Quereinsteigern sich mit zunehmender Berufserfahrung langsam an das von Fachkräften angleicht. Die täglich im Arbeitsalltag gewonnene Expertise sticht das theoretische Fachwissen aus, das man vielleicht an einer Uni erworben hätte.

In manchen Fällen könnte es sein, dass dem Quereinstieg in eine gewisse Branche ein (gering bezahltes) Praktikum vorgeschaltet wird. Wer als Quereinsteiger durchstarten möchte, sollte darin keine mangelnde Wertschätzung sehen, sondern sich eher über die Chance freuen.

Für eine Berufsausbildung hätte man schließlich sogar Geld in die Hand genommen. In Form eines Praktikums erhält man die Möglichkeit, in die Branche hinein zu schnuppern und hat gleichzeitig Etwas für den Lebenslauf vorzuweisen.

Was sind typische Jobs für Quereinsteiger?

Die Chancen für Quereinsteiger sind dort besonders gut, wo Motivation mehr zählt als theoretisches Wissen. Gerade bei Berufen mit persönlichem Kontakt (z.B. Erzieher und Pfleger) ist das der Fall. Überall dort, wo Fachkräftemangel herrscht, sind Quereinsteiger gerne gesehen.

Manche Berufe für Quereinsteiger (z.B. Architekt, Rechtsanwalt oder Psychotherapeut) setzen zwingend eine gewisse Ausbildung voraus. Da helfen dann auch kein privates Interesse oder sonstig erworbenen Fähigkeiten weiter.

In vielen Branchen ist jedoch ein Quereinstieg sehr gut möglich. Besonders Lehrer sind immer häufiger Quer- bzw. Seiteneinsteiger. Speziell im Lehrerberuf wird zwischen den Begriffen Quer- und Seiteneinsteiger explizit unterschieden, obwohl diese eigentlich ansonsten eher synonym zueinander verwendet werden:

  • Ein Quereinsteiger im Sinne des Lehrerberufs, ist eine Person, die zumindest ein Referendariat absolviert hat (z.B. als Jurist)
  • Ein Seiteneinsteiger im Sinne des Lehrerberufs, ist eine Person, die sich anderweitig fachlich dazu qualifiziert hat, eine Fachgebiet zu unterrichten (z.B. ein Ingenieur als Physiklehrer)

Im Folgenden findest du eine Liste mit jeweils drei Berufsideen, sortiert nach gewissen Kriterien. Die Auflistung ließe sich natürlich noch deutlich erweitern. Aber vielleicht ist ja auch dein favorisierter Job schon mit dabei?

Jobs mit viel Gehalt

  • Unternehmer(in)
  • IT-Experte
  • Sales (mit Provision)

Berufe mit Zukunft

  • Informatiker(in)
  • Ernährungsberater(in)
  • Pfleger(in)

Klassische Jobs

  • Bauarbeiter(in)
  • Verkäufer(in)
  • Kellner(in)

Kreative Berufe

Soziale Arbeit

Jobs in der Natur

  • Landwirt(in)
  • Forstwirt(in)
  • Touristen-Führer(in)

Jobs mit Tieren

Welche Branchen suchen Quereinsteiger?

Trends wie die Digitalisierung oder die Nachhaltigkeit setzen alle Branchen unter großen Veränderungsdruck. Wer sich am Markt behaupten und innovativ sein möchte, muss sich geeignetes Personal – im Zweifel auch Quereinsteiger – einstellen.

Das Problem: Je mehr Veränderung auf eine Branche zukommt, desto weniger Fachkräfte gibt es auf dem Markt. Das liegt zum einen daran, dass alle Unternehmen verstärkt nach solchen Mitarbeitern suchen.

Zum anderen gibt es schlichtweg auch nicht genug Wissensvermittlung in Form von Ausbildungen und Studiengängen, sodass Quereinsteiger in der Regel weniger Konkurrenz zu fürchten habe – fast jeder ist gewissermaßen ein Quereinsteiger.

Davon abgesehen gibt es traditionelle Branchen wie z.B. den Personenverkehr, der stets von einer hohen Rate an Quereinsteigern geprägt war. Unternehmen wie die Deutsche Bahn adressieren ganz bewusst Quereinsteiger mit vielfältigen Berufserfahrungen – egal, ob die Personen als Lokführer arbeiten möchten oder die Deutsche Bahn technisch voranbringen wollen.

Es gibt also nicht eine Branche, die prädestiniert für Quereinsteiger ist. Stattdessen ist der unkonventionelle besonders dort gut möglich, wo es noch kein großes Ausbildungsangebot gibt. Selbst in traditionellen Branchen ergibt sich hiermit das Potential für einen Quereinstieg.

Umschulung, Fernkurse & Bootcamps – So gelingt der Umstieg!

Motivation ist ein wichtiger Faktor für einen gelungenen Berufswechsel als Quereinsteiger. Doch ohne Qualifikationen wird es in vielen Branchen schwierig. Glücklicherweise gibt es viele Angebote zur Umschulung und Weiterbildung, die heutzutage wahrgenommen werden können, um die berufliche Neuorientierung anzutreiben.

Ein Vorteil: Mit derartigen Bildungsprogrammen kann schon während der bisherigen Berufstätigkeit begonnen werden. Oft handelt es sich nicht um Maßnahmen, die in Vollzeit absolviert werden müssen. Stattdessen werden Präsenzveranstaltungen oft in Form von Bootcamps organisiert.

Bei dieser Form der Weiterbildung wird einer keinen Gruppe an Teilnehmern in wenigen Tagen und Unterrichtseinheiten das nötige Rüstzeug an die Hand gegeben, um in einer neuen Branche voll durchzustarten. Besonders im digitalen Bereich (z.B. UX Design, Web Development, etc.) sind solche Camps sehr beliebt und didaktisch sinnvoll.

Eine Alternative wären Fernkurse, bei denen das Wissen über einen längeren Zeitraum erworben werden kann und die Möglichkeit zur freien Zeiteinteilung besteht. Hier fehlt aber unter Umständen die Option, direkt ins Gespräch mit den Dozenten zu kommen und ggf. schon Kontakte für das neue, berufliche Netzwerk zu knüpfen.

Wichtig: Zur Finanzierung der Weiterbildungsmaßnahmen gibt es gewisse Fördermittel und Kredite, die dafür infrage kommen. Viele Fortbildungen können auch teilweise über einen Bildungsgutschein finanziert werden.

Worauf muss ich bei der Bewerbung achten?

Der alte Job wurde (mental) schon gekündigt, die gewünschte Branche ins Auge gefasst, eine Weiterbildungsmaßnahme (mit Zertifikat) absolviert und die Motivation ist weiterhin ungebremst? Dann steht einer Bewerbung als Quereinsteiger nichts mehr im Wege.

Im Anschreiben solltest du darauf achten, dass du direkt deutlich machst, wieso du – obwohl du auf dem Papier fachfremd bist – für deinen neuen Traumjob die perfekte Besetzung bist.

Leider ist es inzwischen die Realität, dass Bewerbungen vorab auf entsprechende Stapel („Studium“ vs. „kein Studium“) sortiert werden. Es ist also fraglich, ob dein Anschreiben überhaupt jemand zu Gesicht bekommt, wenn du schon zu Beginn aufgrund deines Lebenslaufes aussortiert wirst.

Daher empfiehlt es sich, dass du dich nicht zwangsläufig auf Jobs bewirbst, die offen ausgeschrieben werden und für die es logischerweise verschiedene Bewerber gibt. Viele Unternehmen sind auch offen für Initiativbewerbungen. Eine Bewerbung, die losgelöst von aktuellen Stellenangeboten eingeht, kann unter Umständen mehr Aufmerksamkeit erzeugen.

In deinem Anschreiben solltest du keine Mustervorlage nutzen und die Zeit der HR-Abteilung deines Wunschunternehmens verschwenden.

Stattdessen solltest du schnell auf die Gründe für deinen gewünschten Jobwechsel zu sprechen kommen und verdeutlichen, dass du unbedingt ein Teil des Unternehmens werden möchtest.

Tipp: Um das Risiko für den potentiellen Arbeitgeber zu reduzieren, könntest du auch zunächst deine Tätigkeit im Rahmen eines Praktikums anbieten. Dabei solltest du dich aber nicht unter Wert verkaufen und trotzdem Selbstbewusstsein ausstrahlen.

Mitarbeiter, die für ihre Sache brennen und Motivation ausstrahlen, sind grundsätzlich immer ein Vorstellungsgespräch wert. Damit du dieses Gefühl bei den Mitarbeitern der Personalabteilung erzeugst, solltest du folgende Aspekte unbedingt in deine Bewerbung integrieren:

  • Gründe für Jobwechsel
  • bisherige Qualifikationen / Tätigkeit
  • hohe Motivation für die neuen Aufgaben
  • hohe Lernbereitschaft und Bereitschaft zur Weiterbildung
  • hohes Maß an Flexibilität zeigen
  • private Interessen, die dich für die neuen Aufgaben qualifizieren

Wer deutlich macht, dass er vielleicht schon im Privaten eine Leidenschaft für eine Branche entwickelt hat und sich nun mit Motivation und Lernbereitschaft in das neue Thema einarbeiten möchte, kann mit Sicherheit manche Arbeitgeber überzeugen.

Hat man dann sogar schon erste Umschulungsmaßnahmen aus eigenen Mitteln finanziert, wird diese Einstellung noch glaubwürdiger. Vielleicht helfen aber auch deine bisherigen beruflichen Qualifikationen dabei, dich als „Gesamtpaket“ noch attraktiver zu machen.

Daher solltest du keine erworbenen Abschlüsse und Zertifikate verschweigen – auch wenn sie auf den ersten Blick vielleicht nicht als relevant erscheinen.

Meine Tipps für den Quereinstieg!

Abschließend habe ich noch einige Tipps für den Quereinstieg für dich übersichtlich zusammengefasst, damit du die wesentlichen Learnings aus diesem Artikel nochmals kompakt einsehen kannst:

  • Die Zeit für Quereinsteiger ist gut: Viele Branchen klagen über Fachkräftemangel. Hier ist jetzt deine Chance gekommen, um dich am Markt zu positionieren.
  • Motivation schlägt Qualifikation: In manchen Branchen ist die Hands-on-Mentalität gefragter als wohlklingende Studienabschlüsse. Nutze dies zu einem Vorteil, indem du deine Begeisterung zeigst. Dafür solltest du aber ggf. auch die Bereitschaft haben, ein Praktikum zu absolvieren.
  • Jede Branche braucht Quereinsteiger: Unternehmen haben heutzutage mit vielfältigen Herausforderungen zu kämpfen für die es noch gar keine Fachkräfte gibt.
  • Der Quereinstieg in der eigenen Firma: Manchmal ergeben sich auch im Unternehmen selbst Möglichkeiten für einen Jobwechsel – entweder in Form von Jobrotation oder durch ganz neue Berufsfelder
  • Beruf kommt von Berufung: Wer für etwas brennt, kann sich Wissen schnell aneignen und die Lücke schließen. Sei selbstbewusst und kurble deine Lernbereitschaft an.
  • Fortbildung nebenbei: Du musst nicht von heute auf morgen deine Zelte abbrechen und dich in ein neues Abenteuer stürzen. Eine Fortbildung als ersten Schritt zur beruflichen Neuorientierung kannst du auch neben deinem aktuellen Job absolvieren.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinem Versuch, als Quereinsteiger durchzustarten. Mit meinen Tipps ist der Anfang gemacht – jetzt kommt es auf dich an!