Das Home Office sollte in erster Linie natürlich einen praktischen Zweck erfüllen. Doch nicht weniger wichtig ist eine angenehmen Atmosphäre am Arbeitsplatz im eigenen Zuhause. Schließlich solltest du dich bei der Heimarbeit rundum wohlfühlen. Wie das geht? Am besten mit ein paar kreativen Ideen für ein stilvolles, aber gleichzeitig gemütliches Home Office.

Was braucht man für ein Home Office?

Damit du deinen Beruf auch Zuhause erfolgreich ausüben kannst, muss dein Arbeitsplatz bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Um produktiv zu arbeiten, solltest du sicherstellen, dass dir die nötige technische Ausstattung zur Verfügung steht:

  • stabile Internetverbindung
  • leistungsstarker PC oder Laptop
  • ordentliche Tastatur
  • funktionstüchtiges Mobiltelefon
  • Webcam für Online-Meetings
  • evtl. Drucker und Kopierer

Außerdem solltest du auch auf die Einrichtung deines Home Office achten. Vor allem, wenn du mehrere Tage in der Woche von Zuhause aus arbeitest, ist eine ergonomische Bürogestaltung das A und O für die stundenlange Bildschirmarbeit. Lege dir einen höhenverstellbaren Schreibtisch und einen Bürostuhl mit hohem Sitzkomfort zu.

Neben der ergonomischen Bürogestaltung spielt auch das akustische Umfeld eine wesentliche Rolle. Eine gute Akustik im Home Office ist essenziell, um einerseits konzentriert arbeiten zu können, und andererseits den Anforderungen an Telefon- und Videokonferenzen gerecht zu werden. Von Akustikbildern und -vorhängen bis hin zu Schallabsorbern gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, um die Raumakustik im Home Office zu verbessern.


Kann mich mein Arbeitgeber zum Home Office zwingen?


Falls keine Vereinbarung über die Arbeit im Home Office getroffen wurde, kann der Arbeitgeber keinen Angestellten zur Heimarbeit zwingen. Wenn du dich in diesem Fall als Dienstnehmer weigerst, von Zuhause aus zu arbeiten, kannst du deshalb nicht gekündigt werden.

Anders ist es jedoch, wenn der Arbeitsvertrag eine Regelung bezüglich der Arbeit im Home Office enthält und diese zu Dienstbeginn unterschrieben wurde. Hier kann der Arbeitgeber auf die Stelle im Arbeitsvertrag verweisen, wenn er von dir als Dienstnehmer erwartet, dass du im Home Office arbeitest.


Ist ein Home Office steuerlich absetzbar?


Damit du dein Home Office von der Steuer absetzen kannst, musst du einen eigenständigen Raum in deinem Zuhause für die Heimarbeit verwenden. Dieser sollte ausschließlich aus beruflichen Zwecken und nicht aus privaten Gründen genutzt werden. Eine Arbeitsecke im Wohnzimmer reicht also nicht aus.

Wenn das Home Office den Mittelpunkt deiner beruflichen Tätigkeit darstellt, ist es dir erlaubt, alle anfallenden Kosten abzusetzen. Ansonsten kannst du maximal 1.250 € absetzen, wenn dir im Büro kein offizieller Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Falls du hingegen von Zuhause aus arbeitest, aber im Büro ein Arbeitsplatz für dich bereitsteht, kannst du die Kosten nicht absetzen.


Welche Nachteile hat das Home Office? 


Die Arbeit von Zuhause ist mittlerweile zwar sehr beliebt, aber trotzdem bringt sie eine Reihe von Nachteilen mit sich:

  • Ablenkung: Im Home Office ist Ablenkung fast schon vorprogrammiert – ganz egal, ob quengelndes Kleinkind oder dröhnender Rasenmäher aus Nachbarsgarten. Die Ablenkung bei der Heimarbeit darfst du nicht unterschätzen.
  • Fehlende soziale Kontakte: Bei der Heimarbeit bist du auf den virtuellen Austausch mit Arbeitskollegen angewiesen. Das ist ein Manko, wenn du normalerweise den persönlichen Austausch genießt.
  • Überstunden: Im Home Office setzt du dich selbst vielleicht unter Druck, so gut wie möglich zu arbeiten. Diese Übermotivation führt zu unbezahlten Überstunden und einem erhöhten Stresspegel.


Was kostet ein Home Office?


Die letztendlichen Kosten für ein Home Office sind immer von der jeweiligen technischen Ausrüstung und der Einrichtung abhängig. Wenn dir schon vor Kosten in schwindelerregenden Höhen graut, darfst du beruhigt sein: Dein Arbeitgeber ist dafür verantwortlich, dir die notwendige Büroausstattung für die Heimarbeit bereitzustellen.

Bei großen Anschaffungen – wie z. B. einen zweiten Monitor – sprichst du am besten vor dem Kauf mit deinem Arbeitgeber, ob er dazu bereit ist, für die anfallenden Kosten aufzukommen. Falls es hingegen nur um kleine Einkäufe (z. B. USB-Stick, Stifte, Papier) geht, kannst du deinem Vorgesetzten einfach nach der Besorgung die Rechnung zukommen lassen.



Wie gestalte ich ein Home Office produktiv?

Die passende Ausstattung und Einrichtung sind zwar grundlegend für das Home Office, aber auch dein Mindset zählt. Damit du produktiv von Zuhause aus arbeiten kannst, solltest du dir zuerst einen konkreten Zeitablauf für die Heimarbeit überlegen. Wann beginnt und endet dein Arbeitstag? Wann machst du Mittagspause? Je strukturierter dein Arbeitstag ist, desto produktiver bist du.

Ob ein magnetischer Wochenplan, schöne Zimmerpflanzen oder einen bequemen Gymnastikball als Alternative zum Bürostuhl: Hier findest du noch ausgewählte Links für die Einrichtung und Gestaltung deines Home Office:

Wähle außerdem angemessene Kleidung, denn was wir tragen, beeinflusst unsere Arbeitshaltung. Natürlich musst du für die Heimarbeit keinen schicken Anzug oder stilvolle High Heels tragen. Zumindest solltest du aber so gekleidet sein, dass du jederzeit die Tür öffnen könntest.

Fazit

Das Home Office ist schon längst ein fester Bestandteil der heutigen Arbeitswelt. Wenn auch du deinen Beruf regelmäßig von Zuhause aus ausübst, solltest du den Tag gut strukturieren und deinen Arbeitsplatz durchdacht einrichten. Nur so kannst du produktiv sein und dich gleichzeitig in deiner Umgebung wohlfühlen.

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